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Mai 15

Wofür braucht man eine Musikagentur? 8 Jahre ADIVA – ein Rückblick nach vorne

Ich arbeite seit nunmehr acht Jahren fast auf den Tag genau mit Musikern und auch anderen
Künstlern.

Zu dem Geschäft bin ich über eine einzige Band gekommen, der ich bis heute ein wenig dankbar bin aber
manchmal auch nicht. Die Band war in 2007/2008 eine große Latin-Partyband mit 10 Musikern. Zum größten
Teil Semi-Profis, also Menschen, die einen festen Job anderswo haben und nebenbei noch ein wenig
Geld mit Musikmachen verdienen. Die Band hiess Havana Coastline – es gibt sie heute noch.
Wir vertreten sie aber nicht mehr.

Bei mir passierte dann nach den ersten Gigs mit der Band folgendes:
es kamen immer mehr Musiker, die gerne von mir Gigs bekommen wollten.
Also aus der einen Band wurden in recht kurzer Zeit viele und viele Musikstile obendrein.

Seitdem ist mein Leben durch die Veranstaltungen und Messen und
vielen Kontakte mit Musikern ein großes Stück bunter und sehr abwechslungsreich
geworden. Das Thema wie man in der Masse die passenden Musiker findet, ist
genau unser Thema. Wir sind über die Jahre bei dem Thema Profis geworden.
Außerdem hängen wir mit ganz viel Herzblut an dem Thema Musik und auch an
der Unterstützung unseres engsten Musikerkreises.

Da ich aus dem Vertrieb komme, weiss ich wie man verkauft und auch das
Thema Marketing ist mir nicht fremd. Vor mittlerweile 3 Jahren habe ich mich
entschieden die Agentur mit 100% meiner Arbeitskraft zu unterstützen.

Im Grunde ist ja die Musikagentur der Vertriebs- & Marketingarm des Musikers.

Musik ist ein Produkt, das sehr stark vom Geschmack des Kunden abhängig ist.
Es gibt auch keinen echten objektiven Massstab, was ist gut und was ist schlecht.
Es gibt immer wieder Menschen, die versuchen dies zu definieren – aber ich denke,
so wie man keinen Hit garantieren kann, kann man Musik nicht rein rational erfassen.

Viele Musiker sind tolle Musiker und können sich aber selbst gar nicht vermarkten.
Viele Musiker sind auch sehr geschäftstüchtig und sehr gut in der Selbstvermarktung.
Das hat nicht immer zwingend etwas mit der Qualität des Musikers und seiner Musik zu tun.

Über die Jahre haben wir ein Konzept entwickelt was zum einen die Musik/Musiker anbelangt
und zum anderen was unsere Kundenansprache anbelangt. Wir möchten nur wirklich
hoch-qualitative und echte Profimusiker unterstützen. Wir arbeiten extrem viel im
Bereich Kundenakquise.

Wofür braucht man also eine Musikagentur?

Für die Musiker ist es der einfache Weg sich durch einen neutralen Geschäftspartner zu zeigen.
Für den Kunden ist es der einfache Weg schnell die wirklich richtige Musik zu finden für einen
Event – ohne sich mühevoll  und zeitraubend durch Internet zu klicken und dann ggf. keine
Antwort vom Musiker zu bekommen oder eine Fehlbesetzung einzukaufen.

Die Musikagentur ist meistens ganz im Hintergrund und viele wissen garnicht, dass sie im Spiel war und ist.
Das ist auch gar nicht schlimm, dass das so ist. Wir können mit dieser Hintergrundrolle gut leben.

Alles was ich mir für uns und und unsere Arbeit wünsche ist Loyalität und Ehrlichkeit- sowohl von den Musikern – wenn es z.B. um Folgegigs geht, die aus einem vermittelten Auftritt entstanden sind (die sind dann nämlich auch über die Agentur abzuwickeln) und nicht zuletzt auch Loyalität vom Kunden. Dass der nämlich beim nächsten Mal den Musiker nicht direkt anspricht und meint, dadurch ein paar Euro zu sparen.

Wir bekommen jeden Tag Bewerbungen von Musikern – aus Deutschland und Europa.
Der Markt ist riesig und wohl auch übersättigt. Nur die wirklich Guten kommen auf die Dauer durch.
Leider werden die Preise für das Thema Musik von vielen Semi-Profis nach unten gedrückt.
Leider wollen mache Kunden auch nur einfach „billig“. Aber dieses Problem haben andere Branchen auch.

Die Musikbranche ist eine harte, erbarmungslose Branche – beherrscht auch von meistens Männern, die
sich gut vermarkten können. Als Frau fühle ich mich aber dennoch nicht hilflos und ausgeliefert. Die
ADIVA macht einfach den qualitativen Unterschied.

Meine Agentur geht mit ihren Musikern immer offen und ehrlich um – wir möchten Fairness und
leistungsgerechte Bezahlung für die Musiker/Künstler. Natürlich müssen wir von der Vermittlung leben.
Wir nehmen 20% der Gesamtgage (netto) als Provision. Das ist manchmal sehr wenig und hart verdient und
manchmal auch recht viel und nicht ganz so hart verdient. So ist es sicherlich auch bei anderen
Vermittlern – man denke nur an Immobilienmakler, die aber mit ganz anderen Zahlen kalkulieren als wir.

Wir sind immer für die Kunden und auch für die Musiker da – am Telefon und oft auch vor
Ort bei dem Event. Wir lieben die Arbeit im Drehkreuz zwischen Kunst und Veranstaltern.

Alles was wir wollen ist RESPEKT für diese Arbeit und damit im Zusammenhang
stehend eine offene Loyalität der Geschäftspartner.

Ich meine unsere Arbeit wird sehr wohl gebraucht – vielleicht wird sie
ja auch irgendwann mal mehr geschätzt. Der ein oder andere hat es schon begriffen, wie wertvoll
unsere Arbeit sein kann. Wir bringen Kunden mit den passenden Musikern zusammen und
kreieren eine Veranstaltung, die den Leuten im Gedächtnis bleibt. Das ist nicht beliebig und auch
nicht austauschbar.

Wir machen weiter mit dem Thema Musik für Events und lassen uns nicht
unterkriegen. Qualität setzt sich durch – das ist immer so.
Unsere Kunden bestätigen uns das tagtäglich.
Daher freuen wir uns auf die nächsten 8 Jahre mit der ADIVA – ihren
wunderbaren Musikern und den interesierten Kunden.

 

Sigrid Hördler / Geschäftsführung ADIVA die Musikagentur
Mai 2017

 

SSZ, AVIDA, Foto Lenhardt

 

 

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